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10.09.2012
TVS-Lernende berichtet über ihre Monate Februar und März
Seit meinem letzten Bericht ist viel Zeit vergangen.
Ich habe zwei weitere Module des Kurses «Textile Grundlagen für kaufmännische und branchenfremde Lernende» an der STF Schweizerischen Textilfachschule besucht, und zwar „Veredlung“ und „Seilherstellung“. Ich habe viele interessante Sachen gelernt und durfte selber einen Schlüsselanhänger machen, der aus einer speziellen Knotenart besteht. Ausserdem durfte ich an zwei Fachkommissionssitzungen teilnehmen und die entsprechenden Protokolle schreiben. Protokolle zu schreiben ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dennoch war es sehr interessant, da ich gemerkt habe je mehr Protokolle ich schreibe, desto einfacher fällt es mir.
Zu meiner Ausbildung als Kauffrau Profil E gehören selbstverständlich auch die ALS (Arbeits- und Lernsituationen) und die PE‘s (Prozesseinheiten). Meine erste ALS habe ich nun hinter mir. Ich wurde zwei Monate lang beobachtet und schlussendlich bewertet. Ebenso musste ich einige knifflige Fragen beantworten und mein Verhalten bei gewissen Situationen erklären. Viel mehr als bei der ALS musste ich bei der Prozesseinheit machen. Ich musste einen Arbeitsprozess, den ich im Unternehmen erledige, sehr genau beschreiben und dazu einige Dokumente erstellen. Ich hatte maximal 15 Arbeitsstunden im Lehrbetrieb zur Verfügung und alle anderen Aufgaben, die ich nicht fertig geschafft habe, musste ich zu Hause fertig machen. Diese Aufgabe fiel mir nicht so schwer, da ich bis dahin den gewählten Prozess einige Male erarbeitet hatte und genau wusste wie der Prozess abläuft. Der zweite Teil der Prozesseinheit wird im Mai im überbetrieblichen Kurs bewertet, dort muss ich nämlich eine Präsentation von 10-15 Minuten machen und der Kursleiterin und den Schülern meinen ausgewählten Prozess erklären.
Von meiner Ausbildung zur Ausbildung zum Textiltechnologen / zur Textiltechnologin. Ich durfte Corinne Egli an eine ihrer Schulpräsentationen begleiten. Auf Einladung der Lehrer, besucht sie Klassen in der ganzen Deutschschweiz und versucht die Schüler auf die Berufe in der textilen Produktion aufmerksam zu machen und sie davon zu überzeugen, dass die Textilbranche auch etwas für sie sein könnte. Dank der Präsentation habe ich viel Neues über den Beruf des Textiltechnologen/der Textiltechnologin und die verschiedenen Fachrichtungen gelernt. Es ist ein sehr spannender und vielseitiger Beruf. Corinne Egli war zudem mit einem sehr interessanten Koffer ausgerüstet, darin hatte sie viele verschiedene Stoffe und textile Materialien zum Zeigen. Sie führte mit den Schülern ein paar textile Experimente durch und erklärte ihnen einige Eigenschaften oder mögliche Appreturen. Zum Beispiel: Wieso ein gewisser Stoff wasserabweisend ist, nämlich weil er speziell veredelt wurde. Die Schüler hatten auch die Aufgabe einen Fragebogen mit verschiedenen Aufgaben zu lösen. Für mich war der Schulbesuch sehr gelungen!
Medina Seferovic
Kauffrau in Ausbildung