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Kommunikation & PR

24.04.2012

Jahresmedienkonferenz 2012 des TVS Textilverband Schweiz

Der TVS Textilverband Schweiz lud zur Jahresmedienkonferenz 2012 in den Prime Tower, hoch über Zürich. Der Präsident des Verbands, Andreas Sallmann, blickt auf ein wirtschaftlich schwieriges Jahr für die Textil- und Bekleidungsindustrie zurück.

Durchzogenes Geschäftsjahr in der Textil- und Bekleidungsindustrie
Die Abschwächung der Weltkonjunktur und der deutlich überbewertete Schweizer Franken hat den stark exportorientierten Unternehmen der Branche zu schaffen gemacht. Die Exporte fielen im Vergleich zum Vorjahr um 5.2 %. Trotz schwierigem Umfeld ist die Wertschöpfung der Branche um 1.4 % gestiegen. Die Aussichten sind jedoch wenig erfreulich. Die Weltwirtschaft wird fragil bleiben und es ist nicht zu erwarten, dass die wichtigsten Referenzwährungen erstarken werden. Der Textilverband fordert in diesem Zusammenhang einen Euro-Mindestkurs von CHF 1.30 sowie ein deutlich aktiveres Vorgehen der Schweizerischen Nationalbank.

Eckdaten Geschäftsjahr 2011
Der Exportrückgang in der schweizerischen Textil- und Bekleidungsindustrie verlangsamte sich 2011 zwar, dennoch fielen die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 5.2 % auf CHF 2.99 Mrd. Die Importe sind mit einem Minus von 1.1 % auf CHF 7.59 Mrd. gesunken. Die Abschwächung des Handelsrückgangs führte 2011 zu einer Erhöhung der Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 1.4 % auf CHF 1.19 Mrd.

Herausforderung für den Verband auf politischer Ebene
Für den Präsidenten des TVS Textilverband Schweiz, Andreas Sallmann, ist es von besonderer Relevanz, dass der Verband seine Anliegen und Bedürfnisse in Zukunft klar kommuniziert und sich aktiv für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen einsetzt. Die Textil- und Bekleidungsindustrie brauche national und international bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Transparenz und eine möglichst hohe Rechtssicherheit seien insbesondere für KMU unerlässlich. Als Beispiel schilderte Andreas Sallmann die sehr belastende Situation in der Euromed-Zone und die noch fehlende Verknüpfung mit den Westbalkanstaaten. In der Konsequenz würden die Möglichkeiten dieses bilateralen Abkommens heute nur wenig bis gar nicht genutzt.

Keine zusätzlichen Einschränkungen
Flexibilität und Entscheidungsfreiheit sind zwei wesentliche Parameter, um im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich agieren zu können. Daher sind staatlich garantierte Mindestlöhne sowie die Festlegung einer Lohnobergrenze aus Sicht des Textilverbands Schweiz klar abzulehnen. Sie würden die Situation zusätzlich erschweren und für die Mitarbeitenden mittel- und langfristig keine Verbesserungen bringen.

Nachhaltigkeit mit Augenmass
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit sowie Energie- und Ressourcenschonung sind zentrale Anliegen des Textilverbands Schweiz. Dabei gilt es Augenmass zu wahren. Im Bereich der produzierenden Textil- und Bekleidungsindustrie sind viele Prozesse energie- und ressourcenintensiv. Die Umsetzung einer nachhaltigen Strategie über alle Produktionsstufen ist zeit- und kostenintensiv. Die Mitgliedunternehmen sind auf gutem Weg.

Berufliche Weiterbildung
Der Verband hat sich auch im vergangenen Berichtsjahr für die Erhöhung der Attraktivität beruflicher Weiterbildung eingesetzt. Schwerpunkte waren die Eigenverantwortung des Einzelnen sowie der Erhalt eines funktionierenden und innovativen Weiterbildungsmarktes ohne Behinderung durch staatliche Regulierungen und Verzerrungen durch Quersubventionierungen.

Innovationen in der Haute Couture / Prêt-à-Porter
Im Anschluss an den Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr gewährten zwei Mitgliedfirmen Einblicke in aktuelle und innovative Projekte. Martin Leuthold, Art Director der Firma Jakob Schlaepfer beleuchtete «Die Zukunft der Couture» und Emanuel Forster, CEO der Firma Forster Rohner AG berichtete über das « Forster Rohner Mood Board S/S 12».