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20.02.2017

CCMX -  Eine weitere Forschungsinitiative mit Beteiligung von Swiss Textiles

Anfang Februar hat das Kick-off Meeting für die CCMX Materials Challenge zwischen Swiss Textiles, der Empa, der EPFL und der Syngenta stattgefunden. Doch was ist dieses CCMX genau? 

Die Forschungslandschaft der Schweiz ist in den letzten Jahren enger zusammengewachsen. In den zukunftsweisenden und hochdynamischen Themengebieten der Energie, der Biotechnologie oder der Materialwissenschaften ist Interdisziplinarität unabdingbar geworden. Tauschen sich die Forschenden der Schweizer Hochschulen untereinander aus, ergeben die einzelnen Puzzleteile ihrer Fachgebiete ein Gesamtbild, welches schneller zu neuen Erkenntnissen führt. Und wird zusätzlich die Industrie in dieses Netzwerk integriert, können die Erkenntnisse aus der Forschung auch für die Praxis nutzbar gemacht werden. Solche interuniversitär vernetzten Forschungszentren werden Kompetenzzentren (oder Competence Centers, abgekürzt CC) genannt.

 

Eines dieser Kompetenzzentren ist das CCMX: Das Kompetenzzentrum für Materialwissenschaften oder Competence Center for Materials Science and Technology. Das CCMX kann auf die Stärke von vier Institutionen der ETH zählen, welche zusammen mit der Industrie im Steuerungskommittee des CCMX vertreten sind: Der EPFL, der ETH Zürich, der Empa und des PSI zusammen mit dem CSEM. Im CCMX werden aktuell vier Projekte oder so genannte «Materials Challenges» finanziert. In diesen Materials Challenges werden zentrale Themen der Grundlagenforschung angegangen, welche für die Schweizer Industrie einen Nutzen bringen.

 

Swiss Textiles ist an einem der vier Projekte, der CCMX Materials Challenge «Self-care materials» beteiligt. Das Ziel des CCMX «Self-care materials» ist die Entwicklung von Fasern und faserbasierten Systemen, welche kontrolliert Substanzen abgeben können. Die Substanzabgabe soll dabei automatisch aufgrund von äussern Faktoren, zum Beispiel aufgrund von Temperatur- oder Licht-änderungen, erfolgen. Solche Fasersysteme haben ein enormes Potential für Anwendungen in der Medizin und im Agrarbereich, aber auch für Lebensmittel- und Medikamentenverpackungen. Als Forschungspartner im CCMX «Self-care materials» fungieren die Empa und die EPFL, als zusätz-licher Industriepartner ist neben Swiss Textiles die Syngenta ebenfalls Teil der Plattform.

 

Die Finanzierung der Materials Challenges durch das CCMX funktioniert dabei nach einem besonderen Mechanismus: Sprechen die Plattformpartner zusammen einen Betrag von 1 Million Franken zu, verdoppelt CCMX diesen Betrag. Somit stehen 2 Millionen Franken zur Verfügung, um über einen Zeitraum von fünf Jahren Professuren und Doktoranden zu finanzieren, welche sich intensiv mit den gewünschten Fragen der Materials Challenge auseinandersetzen. Die beteiligten Industriepartner profitieren laufend von den neuen Erkenntnissen, werden aber insbesondere nach Ablauf der fünf Jahre in mittelfristige Projekte mit eingebunden, welche in dieser kurzen Zeit sonst in den normalen Zeiträumen der Grundlagenforschung von 10 Jahren oder mehr kaum möglich wären.

 

Swiss Textiles Mitglieder, welche bereits bei der Forschungsinitiative Subitex beteiligt sind, können ohne zusätzlichen Kosten am CCMX teilnehmen und erhalten so einen Einblick aus erster Hand in die neusten Forschungsergebnisse des Projektes. Auf diese Weise können sie zusammen mit den Plattformpartnern die Entwicklung von marktfähigen Produkte vorantreiben.

 

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Ihre Ansprechperson

Nina Bachmann

Leiterin Technologie und Umwelt
T +41 44 289 79 02
nina.bachmann@swisstextiles.ch


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