Arbeitgeber- und Sozialpolitik

AHV Scheinreform ist keine Lösung

Swiss Textiles erachtet eine zeitnahe Reform der Altersvorsorge als unumgänglich, lehnt aber die am 24. September zur Abstimmung gelangende AHV-Ausbauvorlage klar ab. Die Vorlage schiebt die strukturellen Probleme der AHV auf die lange Bank und vergrössert sie, statt diese nachhaltig zu lösen.

Am 24. September 2017 stimmen wir an der Urne über die «Altersvorsorge 2020» ab. Swiss Textiles empfiehlt die Ablehnung der Vorlage, obwohl wir eine zeitnahe Reform der Altersvorsorge zur Erhaltung das Leistungsniveau in der 1. und 2. Säule und zur nachhaltigen Sicherung der Renten auch für die zukünftigen Generationen als unumgänglich erachten.

 

Die zur Abstimmung gelangende «Altersvorsorge 2020» ist unsolidarisch: Junge und besonders Bedürftige zahlen die Zeche. Die Vorlage ist zudem eine Scheinreform, welche die strukturellen Probleme der AHV nicht nur auf die lange Bank schiebt, sondern diese auch noch vergrössert: Das Loch in der AHV-Kasse würde bereits 2027 wieder jährlich eine Milliarde Franken betragen. 2030 wären es schon 3 und 2035 sogar 7 Milliarden – pro Jahr.

 

Unser Dachverband, der Schweizerische Arbeitgeberverband, beleuchtet den Hintergrund und die Eckwerte der Reform und nimmt eine Gesamtbeurteilung vor.