Arbeitgeber- und Sozialpolitik: Arbeitsrecht

26.04.2017

Neuer Gesamtarbeitsvertrag für die Textil- und Bekleidungsindustrie

Swiss Textiles hat mit den Sozialpartnern Unia und Syna einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgeschlossen. Dieser tritt am 1. Juli 2017 in Kraft und gilt für eine feste Dauer bis 30. Juni 2021. Der bisherige Rahmenvertrag verliert somit automatisch per 30. Juni 2017 seine Gültigkeit.

Der neue GAV bietet fortschrittliche Arbeitsbedingungen und trägt den gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Familie und Beruf Rechnung. Überdies ermöglicht der neue GAV den angeschlossenen Unternehmen, gemäss den gesetzlichen Regelungen bestimmte Kategorien von Arbeitnehmenden von der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung auszunehmen. 

Mit dem neuen GAV gewinnen die Unternehmen auch deutlich an Flexibilität. Die dem GAV angeschlossenen Firmen können zur Überwindung von wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie zur Durchführung besonderer Innovationsprojekte für eine maximale Dauer von bis zu 12 Monaten von den arbeitsvertraglichen Bestimmungen abweichen. Dies erlaubt es den Unternehmen, sich schnell und unbürokratisch an die Veränderungen der Märkte anzupassen. Flexibilität wird immer wichtiger, um insbesondere international konkurrenzfähig zu bleiben. Zudem sichert die absolute Friedenspflicht – die Grundlage einer echten Sozialpartnerschaft – den angeschlossenen Unternehmen und den Belegschaften eine Basis der konfliktfreien Zusammenarbeit. 

Ein weiterer Pluspunkt bietet ein Anschluss an den GAV den Firmen hinsichtlich der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen. Diese verlangen den Nachweis der Einhaltung sozialer und ökologischer Standards, was mit einem GAV-Anschluss belegt werden kann.  

Der Gesamtarbeitsvertrag für Firmen der schweizerischen Textil- und Bekleidungsindustrie steht sämtlichen Mitgliedsfirmen von Swiss Textiles offen. Der Anschluss ist freiwillig, kostenlos und jederzeit möglich. 

Der neue GAV tritt am 1. Juli 2017 in Kraft und bleibt vorerst bis zum 30. Juni 2021 gültig. 

 

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