Arbeitgeber- und Sozialpolitik: Arbeitsrecht

25.10.2017

Zu tiefe Drittstaatenkontingente für 2018

Der Bundesrat hat die schweizweiten Höchstzahlen für das Jahr 2018 für Erwerbstätige aus Nicht-EU-Drittstaaten festgesetzt und die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen im Vergleich zum laufenden Jahr leicht erhöht. Ein richtiger, aber zu zögerlicher Schritt.

Trotz grossen Anstrengungen im Aus- und Weiterbildungsbereich ist die Textil- und Bekleidungsindustrie auf die Möglichkeit angewiesen, im technischen Bereich ausländische Spezialisten anstellen zu können. Knapp 10 Prozent aller Arbeitskräfte in unserer Branche stammen aus Nicht-EU-Drittstaaten. Im kommenden Jahr sollen insgesamt 8000 (+500) Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten rekrutiert werden können: 3500 mit Aufenthaltsbewilligungen B (+500) und 4500 mit Kurzaufenthaltsbewilligungen L. Die 500 zusätzlichen Kontingente gehen in die Bundesreserve. Damit kann der Bund dem zusätzlichen Bedarf der Kantone auf Gesuch hin flexibel Rechnung tragen. Aus Sicht von Swiss Textiles ist die Erhöhung zu knapp. Dieses Jahr waren bspw. im Kanton Zürich die Kontingente bereits im ersten Quartal vollständig aufgebraucht.

 

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