Arbeitgeber- und Sozialpolitik

09.10.2018

Drittstaaten und Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA für 2019: Rückkehr auf den Stand von 2014

Ende September hat der Bundesrat entschieden, dass für das kommende Jahr die Kontingente für Aufenthaltsbewilligungen (B) um 1‘000 Einheiten erhöht werden.

Die Kontingente für Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) werden um 500 Einheiten reduziert. Damit befinden sich die Kontingente für Erwerbstätige aus Drittstaaten und Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA wieder auf dem Niveau von 2014.

Die Schweizer Wirtschaft soll auch 2019 die benötigten Fachkräfte aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA rekrutieren können. Dies ergänzend zum Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU/EFTA. Aus folgenden Überlegungen hat der Bundesrat seinen Entscheid gefällt:

  • Anhaltender Bedarf der Wirtschaft an Spezialisten aus Drittstaaten
  • Überlineare Beanspruchung der Aufenthalterkontingente (B)
  • Resultate der Anhörung von Kantonen und Sozialpartnern

Was bedeutet dies konkret?
2019 sollen wieder 8‘500 Spezialisten aus Drittstaaten rekrutiert werden können: 4‘500 mit Aufenthaltsbewilligungen B (+ 1‘000) und 4‘000 mit Kurzaufenthaltsbewilligungen L (- 500). Die 1‘000 zusätzlichen Aufenthalterkontingente (B) fliessen in die Bundesreserve, womit der Bund flexibel auf die zusätzliche Nachfrage der Kantone reagieren kann.
Für das Jahr 2019 bleiben die Höchstzahlen bei den Dienstleistungserbringern aus der EU/EFTA mit Einsatzdauer von über 90, resp. 120 Tagen pro Jahr unverändert. Es werden 3‘000 Einheiten für Kurzaufenthalter (L) und 500 für Aufenthalter (B) zur Verfügung stehen. Die quartalsweise Vergabe bleibt ebenfalls bestehen.

Swiss Textiles begrüsst diesen Entscheid sehr.

 

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