Arbeitgeber- und Sozialpolitik

05.09.2016

Nein zur Initiative AHVplus

Am 25. September 2016 kommt die Initiative AHVplus zur Abstimmung. Die Initiative fordert 10 Prozent mehr AHV für alle Rentnerinnen und Rentner. Swiss Textiles empfiehlt ein Nein in die Urne zu legen.

Die AHV basiert auf Solidarität. Zwischen Jung und Alt. Zwischen jenen, die viel verdienen, und jenen, die finanziell nicht so weich gebettet sind. Erstere zahlen über die Lohnbeiträge deutlich mehr in die AHV ein als sie im Alter je zurückerhalten. Das ist gut und richtig so! Aufgrund der tiefen Geburtenraten und des steigenden Lebensalters wird diese Balance in eine gefährliche Schieflage geraten. Immer mehr Pensionierte bekommen eine AHV-Rente, während immer weniger Berufstätige Beiträge dafür bezahlen.

Die AHVplus-Initiative beschleunigt und verschärft dieses Missverhältnis und gefährdet die Solidarität. Die Initiative verlangt, dass alle Rentner 10 Prozent mehr AHV erhalten – egal ob sie finanziell darauf angewiesen sind oder nicht. Bei einem Ja zur Initiative müssten wir 2030 jährlich bis zu 5,5 Milliarden Franken mehr für die AHV bezahlen als heute. Hinzu kommen die 7,5 Milliarden, die auch ohne Initiative schon fehlen. Damit entsteht pro Jahr ein Loch von 13 Milliarden Franken, das Berufstätige und Arbeitgeber über massiv höhere Beiträge stopfen müssten.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie steht im internationalen Wettbewerb. Auch bei technischen und modischen Innovationen führt die starke Konkurrenz zu geringen Margen. Ein weiterer Anstieg der Lohnkosten zur Finanzierung der Initiative wirkt sich negativ auf Industriestandort Schweiz und die damit verbundenen 13'500 Arbeitsplätzen in unserer Branche aus.


Swiss Textiles engagiert sich für den Erhalt der Solidarität und empfiehlt deshalb am 25. September 2016 ein Nein in die Urne zu legen.

 

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Weiterführende Links

www.ahv-initiative-nein.ch