Arbeitgeber- und Sozialpolitik: Sozialpolitik

08.09.2015

Bundesrat senkt Erwerbsersatz-Beitrag

Ab 2016 werden nur noch 0,45 Prozent vom Lohn abgezogen. Der EO-Fonds verfügt wieder über genügend Reserven.

Seit 2011 betrug der Beitragssatz für die Erwerbsersatzordnung (EO) 0,5 Prozent. Da in deren Fonds wieder mehr Reserven vorhanden sind, hat der Bundesrat am Mittwoch, 2. September 2016 beschlossen, den Satz auf 0,45 Prozent zu senken. Der neue Abzug gilt von 2016 bis 2020.

Gemäss aktuellen Prognosen betragen die Reserven des Fonds Ende 2016 wieder 55 Prozent einer Jahresausgabe der EO. Die gesetzliche Mindestreserve beträgt 50 Prozent. Dieser Wert wird auch bei einer Senkung auf 0,45 Prozent nicht unterschritten.

2011 hatte der Bundesrat wegen der Mutterschaftsversicherung den Beitragssatz von 0,3 auf 0,5 Prozent erhöht, befristet bis Ende 2015. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen nun auch während der nächsten fünf Jahre zusätzliche Lohnprozente.

Mit der Senkung erfüllt der Bundesrat die Forderungen der Wirtschaft nur teilweise; eine Senkung des EO-Satzes auf 0,4 Lohnprozent wäre problemlos möglich gewesen, da die gesetzlichen Minimalvorschriften immer noch eingehalten werden könnten.

 

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