Aussenwirtschaft: Freihandelsabkommen

31.03.2017

Freihandel EU-Kanada: Ab April Zollfreiheit für Textilien und Bekleidung 

Um ein Haar wäre das umfassende Wirtschaft- und Handelsabkommen (CETA) an Wallonien gescheitert. Nun soll es ab dem 1. April 2017 bereits für gewisse Bereiche angewendet werden. Auch für Textilien und Bekleidung gilt ab Inkrafttreten Zollfreiheit.

Kanada ist eines der wenigen Länder, das für viele Produkte die Einfuhrzölle autonom aufgehoben hat. So auch für eine hohe Anzahl Textilien wie u.a. Garne, Gewebe, Gestricke und beschichtete Gewebe. Auf Bekleidung und Heimtextilien beträgt der Zoll für Drittlandwaren jedoch noch zwischen 15 Prozent und 18 Prozent. Im Vergleich zu EU-Produzenten profitieren Schweizer Unternehmen auf sämtlichen Textilien und Bekleidung dank dem Abkommen EFTA-Kanada bereits seit dem 1. Juli 2009 von einer zollfreien Einfuhr nach Kanada. Dieser Wettbewerbsvorteil geht mit Inkrafttreten von CETA verloren. 

 

Für Schweizer Unternehmen mit Produktionsstätten in der EU eröffnen sich mit CETA jedoch wieder neue Möglichkeiten zur Optimierung der Lieferkette. Zu beachten ist hierbei, dass die Schweiz zurzeit nicht an CETA angeschlossen ist. Aus Sicht der Freihandelszone EU-Kanada sind Vormaterialien aus der Schweiz Drittlandware. Eine Kumulierung zwischen EFTA, Kanada und der EU ist noch nicht möglich. Vorsicht ist also bei der Ursprungsbestimmung geboten. 

 

Swiss Textiles engagiert sich auf politischer Ebene, damit die Schweiz Teil der Kumulation wird und die Lieferkette von der Faser bis hin zum fertigen Bekleidungsstück innerhalb der Zone Kanada, EFTA und der EU zollfrei abgewickelt werden kann.

 

Wenn Sie mehr über CETA erfahren möchten, konsultieren Sie das Dokument «Vergleich EFTA-Kanada mit CETA». 

 

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