Aussenwirtschaft

30.01.2018

Offenheit als Erfolgsfaktor

Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse hat kürzlich seine Forderungen zur Aussenwirtschaftsstrategie der Schweiz bekanntgegeben. Swiss Textiles hat die Prioritäten der Textil- und Bekleidungsbranche in der Publikation verankert und fordert den Abbau jeglicher Handelshemmnisse.

Die Schweizer Textil- und Bekleidungsunternehmen zeichnen sich durch einen hohen Spezialisierungsgrad, eine starke internationale Ausrichtung und hochqualitative und -innovative Produkte aus. Der Erfolg unserer Branche hängt damit stark von der Ausgestaltung der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik ab. Der Bund ist gefordert, seine Aussenwirtschaftspolitik stärker an Nischenstrategen auszurichten. Die wichtigsten branchenspezifischen Anliegen sind:

  • Modernisierung der Ursprungregeln: Gerade im Textil- und Bekleidungssektor sind die Ursprungs-regeln in vielen Freihandelsabkommen stark veraltet. So können diese Abkommen zu wenig genutzt werden. Gepaart mit den hohen Zöllen ist unsere Branche mit schwierigen Wettbewerbsbedingungen konfrontiert. Dies vor allem im Handel mit der EU – unserem wichtigsten Partner. Die Prioritäten liegen daher auf der Modernisierung der Pan-Euro-Mediterranen Ursprungskonvention. 
  • Erschliessung weiterer Märkte: Die EU ist daran, ihr Freihandelsnetz mit Ländern und Regionen u.a. den USA und den Mercosur-Staaten auszubauen, die hohe Zölle und nichttarifäre Massnahmen aufweisen. Im Textil- und Bekleidungsbereich sind die Hürden im Vergleich zu anderen Industrien oft grösser. Für die Schweiz heisst es mitziehen, damit unsere Unternehmen keine Wettbewerbsnachteile gegenüber ihrer Konkurrenz in der EU haben. 
  • Unilateraler Zollabbau: Importzölle verteuern unsere Produktion und führen zu einem höheren administrativen Aufwand. Der Bundesrat zeigte sich mutig und hat Ende 2017 entschieden, die Importzölle auf Industrieprodukte aufzuheben. Das Parlament ist nun gefordert nachzuziehen.

Swiss Textiles und economiesuisse sind überzeugt, dass diese Ziele nur erreicht werden können, wenn die Innenpolitik danach ausrichtet wird. Dies bedeutet sich von innerstaatlichen Zwängen zu lösen und die schrittweise Öffnung der Landwirtschaft voranzutreiben. Dadurch kann die Schweiz auf dem internationalen Parkett agiler und unabhängiger auftreten. Hier geht es zum Bericht von economiesuisse.

 

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