Aussenwirtschaft: Zoll und Ursprung

Der Preisdruck in der Textil- und Bekleidungsindustrie ist gross. Wird der Preis durch Zölle oder Antidumpingabgaben erhöht, wird die Konkurrenzfähigkeit eines Produkts auf dem Weltmarkt negativ beeinflusst. Gerade in unserer Industrie sind die Zölle und Abgaben immer noch sehr hoch. Durch Freihandelsverträge können die Freihandelspartner von gegenseitigen Zollermässigungen oder Zollbefreiungen profitieren, wenn sie die entsprechenden präferenziellen Ursprungsregeln erfüllen. Leider werden die präferenziellen Ursprungsregeln der heutigen Struktur der Industrie nicht mehr gerecht. Die Veränderung der textilen Wertschöpfungskette fordert liberale, moderne, flexible und einfache Regeln, die der internationalen Arbeitsteilung und dem Innovations- und Technologiefortschritt Rechnung tragen. Swiss Textiles spricht sich deshalb für die Erneuerung der bestehenden präferenziellen Ursprungsregeln, insbesondere im europäischen Raum (also mit der EU, den Westbalkan- und den Mediterranstaaten) aus. Ein Ursprungsregelsystem, das auf der Wertsteigerung und dem Tarifsprung basiert, wird den heutigen Entwicklungen gerecht und bleibt auch in Zukunft anwendbar.


News

03.03.2016

Update PEM-Konvention

Neu ist seit dem 1. Februar 2016 die PEM-Konvention auf die Westbalkanstaaten anwendbar. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Matrix zur PEM-Konvention aktualisiert. Neu ist die mögliche diagonale Kumulierung EU-CH-Westbalkanstaaten (Serbien, Albanien, Mazedonien, Montenegro) in der Matrix aufgeführt.
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15.12.2015

Motion Keller Sutter zeigt Wirkung: Ausweitung der PEM-Konvention auf die Westbalkanstaaten

Am 3. Dezember 2015 hat der Gemischte Ausschuss Schweiz – EU den Beschluss zur Anbindung des Freihandelsabkommens (FHA) zwischen der Schweiz und der EU an das regionale Übereinkommen über die Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln (PEM-Übereinkommen) verabschiedet. Für die international ausgerichtete Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie bedeutet dieser Beschluss eine deutliche Entlastung, denn ab dem 1. Februar 2016 können Produkte aus den Westbalkanstaaten verarbeitet und dann zollfrei in die EU exportiert werden und umgekehrt.
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