Aussenwirtschaft: Zoll und Ursprung

Der Preisdruck in der Textil- und Bekleidungsindustrie ist gross. Wird der Preis durch Zölle oder Antidumpingabgaben erhöht, wird die Konkurrenzfähigkeit eines Produkts auf dem Weltmarkt negativ beeinflusst. Gerade in unserer Industrie sind die Zölle und Abgaben immer noch sehr hoch. Durch Freihandelsverträge können die Freihandelspartner von gegenseitigen Zollermässigungen oder Zollbefreiungen profitieren, wenn sie die entsprechenden präferenziellen Ursprungsregeln erfüllen. Leider werden die präferenziellen Ursprungsregeln der heutigen Struktur der Industrie nicht mehr gerecht. Die Veränderung der textilen Wertschöpfungskette fordert liberale, moderne, flexible und einfache Regeln, die der internationalen Arbeitsteilung und dem Innovations- und Technologiefortschritt Rechnung tragen. Swiss Textiles spricht sich deshalb für die Erneuerung der bestehenden präferenziellen Ursprungsregeln, insbesondere im europäischen Raum (also mit der EU, den Westbalkan- und den Mediterranstaaten) aus. Ein Ursprungsregelsystem, das auf der Wertsteigerung und dem Tarifsprung basiert, wird den heutigen Entwicklungen gerecht und bleibt auch in Zukunft anwendbar.


News

28.11.2017

Swiss Textiles fordert weitere Zollaussetzung

Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich noch dieses Jahr, ob er die Zollabschaffung der Industrieprodukte weiter vorantreiben möchte. Swiss Textiles begrüsst das Vorhaben, fordert vom Bundesrat aber ein rascheres Handeln und reicht zwei Anträge zur Zollaussetzung ein. 
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11.10.2017

Swiss Textiles kritisiert Zollamtshilfeabkommen mit den USA

Ein Amtshilfeabkommen im Zollbereich hat zum Ziel, dass sich die Vertragsparteien gegenseitig bei der Aufdeckung und Untersuchung von Zollwiderhandlungen unterstützen. Seit über fünfzehn Jahren verhandeln die Schweiz und die USA über ein solches Abkommen.
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