Energie und Umwelt: Rohstoffe und Stoffkreisläufe

Textilien werden aus Fasern hergestellt, die grösstenteils importiert werden müssen. Es gibt sowohl international wie auch in der Schweiz Bestrebungen, die Faserherstellung, insbesondere den Baumwollanbau, nachhaltiger zu gestalten. Swiss Textiles unterstützt dies grundsätzlich, setzt sich aber gleichzeitig dafür ein, dass für Schweizer Produzenten keine strengeren Bedingungen als in den Nachbarländern gelten. Denn insgesamt ist die Schweizer Produktion hinsichtlich des Umweltschutzes im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Stand. Die Branche steht bereits aufgrund der hohen Schweizer Löhne international in einem ständigen Preiskampf. Zusätzliche Erschwernisse vonseiten der Umweltpolitik dürfen nicht soweit gehen, dass die produzierende Industrie in der Schweiz nicht mehr konkurrenzfähig ist. Denn eine Verlagerung der Produktion ins weniger regulierte Ausland ist nicht im Sinne eines ganzheitlichen Umweltschutzes.

In der Textil- und Bekleidungsindustrie hat auch Recycling eine grosse Bedeutung. Insbesondere spielt das Schliessen von Stoffkreisläufen dort eine Rolle, wo teure chemische Substanzen so aufbereitet werden können, dass sie wiederverwendbar sind. Aber auch Textilien werden recycelt. Textilabfälle können beispielsweise zu Putzlappen verarbeitet und so mehrfach genutzt werden. Neben textilen Abfällen entstehen eine Reihe anderer Abfälle in der Produktion, wie zum Beispiel Chemikalienabfälle. Diese müssen gesetzeskonform entsorgt werden, wobei in der Schweiz heute im internationalen Vergleich höchste Standards gelten.


Vor den Zeiten der Umweltschutzgesetzgebung verursachte die produzierende Industrie teilweise grössere Umweltbelastungen. Das Thema Altlasten tangiert die Textilindustriebetriebe im Zusammenhang mit der schweizweiten Prüfung aller Betriebsstandorte auf eventuelle gefährliche Schadstoffbelastungen aus früheren Zeiten. Swiss Textiles hat dafür in enger Zusammenarbeit mit den wichtigsten «Textilkantonen» (AG, AR, BE, GL, SG, TG, ZH) eine interkantonale Branchenlösung zur Erfassung altlastenrelevanter Standorte im öffentlichen Kataster lanciert.


News

30.03.2015

«Grüne Wirtschaft» mit Fokus auf Baumwolle

Im Zusammenhang mit der Revision des Umweltschutzgesetzes (indirekter Gegenvorschlag zur Initiative «Grüne Wirtschaft») laufen auf Seiten des Bundes Anstrengungen, die Beschaffung von Baumwolle und Baumwolltextilien nachhaltig zu gestalten.
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