Wirtschaftspolitik allgemein: Wirtschaftspolitik allgemein

Für die exportorientierte Industrie ist die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg und somit auch erklärtes Ziel von Swiss Textiles. Diese Wettbewerbsfähigkeit kann durch eine konsequent wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik gestützt werden.

Swiss Textiles fordert Mechanismen, welche die freiheitliche marktwirtschaftliche Ordnung unterstützen. Günstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, Transparenz und Rechtssicherheit sind insbesondere für KMU substanziell. Überregulierung dagegen muss vermieden werden, um die unternehmerische Autonomie zu wahren.

Finanzen und Steuern

Das Schweizer Steuersystem steht unter internationalem Druck. Das Ziel der internationalen Akzeptanz steht oft der Erhaltung der steuerlichen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber. Der Wirtschaftsstandort Schweiz darf nicht an Attraktivität einbüssen.

Geldpolitik

Um die Stellung der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie auf dem globalen Markt zu stärken, ist nachhaltiges Wachstum unabdingbar. Konjunkturelle Schwankungen sowie grosse Schwankungen der Wechselkurse bedrohen dieses Wachstum. Die Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie haben in den letzten Jahren alles unternommen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stark gesteigert. Dies mittels Effizienzsteigerungen, Prozess- und Produktinnovationen. Trotzdem trifft der Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, die Textil- und Bekleidungsindustrie hart (80 Prozent der in der Schweiz gefertigten Produkte gehen in den Export. Mit einem Anteil von 72 Prozent ist die EU der wichtigste Absatzmarkt). Der Schweizer Franken hat sich stark aufgewertet und bewegt sich um das Paritätsniveau. Dies entspricht einem Kostenschock von 20 Prozent und bedeutet eine enorme Belastung.

Unsere Mitgliedunternehmen standen dort auch bei einem Wechselkurs von 1.20 im harten Wettbewerb. Mit dem Entscheid den Mindestkurs aufzuheben und den Reaktionen der Devisenmärkte wurden die Exportmöglichkeiten innert weniger Minuten massiv verschlechtert. Mittelfristig ist nicht zu erwarten, dass sich der Euro zum Franken wieder bei 1.20 oder höher einpendeln wird. Während die Exportzahlen im 2014 positiv zu bewerten sind, wird für unsere Industrie mit einem Einbruch im 2015 gerechnet. Es wird mit Umsatzrückgängen und einem Rückgang der Beschäftigung gerechnet.

Neben den unternehmerischen Anstrengungen müssen Parlament und Verwaltung in dieser Situation alles daran setzen, die Exportindustrie rasch zu entlasten. Unter anderem engagieren wir uns für den Abbau von Zöllen beim Import von Vor- und Zwischenprodukten, gegen weitere künstliche Verteuerungen von Energiepreisen und für eine pragmatische Unterstützung des Bundes im Bereich Forschung und Innovation. Und schliesslich erwarten wir von der SNB, dass Sie ihr Versprechen hält am Devisenmarkt aktiv zu bleiben, um die monetären Rahmenbedingungen zu beeinflussen.


News

27.11.2017

Swiss Textiles lehnt Steuervorlage 2017 ab

Der Bundesrat hat am 6. September 2017 die Vernehmlassung zur Steuervorlage 2017 (SV17) eröffnet. Swiss Textiles beurteilt die Vorlage als sehr kritisch und lehnt sie ab. Im Vergleich zur USR III ist die SV17 aus dem Gleichgewicht geraten. 
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27.11.2017

Konjunkturbericht Herbst 2017 - Solide Verbesserung der allgemeinen Geschäftslage  

Die Textil- und Bekleidungsunternehmen bewerten ihre Geschäftslage im dritten Quartal so gut wie seit Jahren nicht mehr. Beim Auftragsbestand ist dagegen noch Luft nach oben. Dieser befindet sich auf dem gleichen Niveau wie Mitte 2016. Der Aussenhandel entwickelt sich heterogen. Während die Textilexporte mit Ausnahme der technischen Textilien und der Spinnstoffe noch unter den Erwartungen zurückliegen, erreichen die Bekleidungsexporte ein Plus von 16 Prozent. Alles in allem stehen die Zeichen mit dem sich abwertenden Schweizer Franken und der an Kraft gewinnenden Weltkonjunktur für einen Aufwärtstrend.
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16.08.2017

Konjunkturbericht Sommer 2017 - Zweites Quartal stellt Weichen für Erholungspfad 

Trotz einem kurzen Dämpfer im April präsentiert das zweite Quartal einen Aufwärtstrend. Die Textil- und Bekleidungsunternehmen sind besser ausgelastet und die Bewertung der allgemeinen Geschäftslage fällt weiterhin positiv aus. Die technischen Textilien verzeichnen ein erfreuliches Plus von 5.7 Prozent. Insgesamt sind die Textil- und Bekleidungsexporte im zweiten Quartal jedoch rückläufig. Der Aufwärtstrend in der Auslastung wird sich erst zeitlich verzögert im Aussenhandel bemerkbar machen. Die solide Erholung der Eurozone und die kräftige Nachfrage aus Übersee stimmen die Textil- und Bekleidungsunternehmen für das dritte Quartal optimistisch. Hier geht es zum Bericht und zum Interview. 
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29.06.2017

Steuervorlage 2017: Gegenfinanzierung aus der Balance

Der Bundesrat hat sein Versprechen gehalten, rasch eine neue Vorlage für die gescheiterte Unternehmenssteuerreform III auszuarbeiten. Am 9. Juni hat er nun die Eckwerte der Steuervorlage 2017 verabschiedet. Die Vernehmlassung wird im September eröffnet. 
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17.05.2017

Konjunkturbericht Frühling 2017 – neu mit Interview. Erstes Quartal verläuft verhalten optimistisch

Allmählich gewinnen die Unternehmen das Vertrauen in den Markt zurück. So machte die Bewertung der Geschäftslage einen Sprung nach oben und liegt nun erstmals seit zwei Jahren wieder im positiven Bereich. In die gleiche Kerbe schlägt auch der Aussenhandel. Der Aufschwung der Weltwirtschaft hievt die Textilexporte erstmals seit Beginn des Jahres 2015 wieder ins Plus. Dies Dank den gestiegenen Nachfragen aus Übersee, allen voran den USA und China. Bei den Bekleidungsexporten lässt der Umschwung weiter auf sich warten. Für das zweite Quartal präsentieren sich die Erwartungen der Textil- und Bekleidungsindustrie durchzogen. Hier geht es zum Bericht und zum Interview. 
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Ihre Ansprechperson

Jasmin Schmid
Leiterin Wirtschaft und Statistik
T +41 44 289 79 01

jasmin.schmid@swisstextiles.ch


Weiterführende Informationen

Frankenstärke (pdf)