Verband und Mitglieder

Neue Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle von Swiss Textiles.

Im Sommer 2016 hat der Umbau des Dachgeschosses von Swiss Textiles in Zürich begonnen. Im Dachgeschoss, wo einst Akten von über 150 Jahren Textilgeschichte gelagert waren, erstrahlen nun neue Sitzungsräume. 

Das Archiv von Swiss Textiles umfasst eine lebendige Verbandsgeschichte. Rund 200 Laufmeter Akten, Bücher und Fotos wurden gesichert und dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich übergeben. Die Bestände sind nun allen Interessierten zugänglich. Dort wo sich einst das Verbandsarchiv befand, im Dachgeschoss der Beethovenstrasse 20 in Zürich, wurden die Räume energetisch saniert und zu Sitzungsräumlichkeiten ausgebaut. Diese können von nun an durch die Verbandsmitglieder genutzt werden.

Der Umbau führte der Architekt Lukas Imhof durch. Er beschreibt den Claridenhof, in dem sich die Geschäftsstelle von Swiss Textiles befindet, als typisches schweizerisches Werk der urbanen Repräsentationsmoderne der 1940er-Jahre: zurückhaltend, aber sorgfältig gestaltet, solide und für lange Zeit gebaut. Swiss Textiles wiederum steht für eine traditionsreiche und gleichzeitig innovative Textilindustrie mit einer hohen Kompetenz in Design. Diese Ansprüche sollten sich in den neuen Sitzungsräumen des denkmalgeschützten Bürogebäudes von 1949 wiederfinden. Aus diesem Spannungsfeld wurde das Konzept der Gestaltung abgeleitet: Ein elegantes Stabwerk aus Holz knüpft an die feingliedrige, strukturierte Motivik der bestehenden Architektur von Walter Henauer an. Es trennt und gliedert die Räume – und dient gleichermassen als Hintergrund für die modern gestalteten Textilien. Raumhohe Kassetten dienen als Schränke, Trennwände und als Rahmen für die Bespannung von Textilien. Dieser Innenausbau bot den idealen Rahmen, in dem sich die Kreation der Schweizer Designer Lela Scherrer und Christoph Hefti entfaltete.

 

Die textilen Wandpaneele sind inspiriert durch die dynamische Verbindung von Präzision und Spontanität. Textilien werden hochmodern hergestellt. Trotz absoluter Präzision bleibt die Stoffherstellung ein Abenteuer, mit uneingeschränkter Kreativität. Die horizontalen Streifen versinnbildlichen das digitale Druckverfahren, die Präzision, die endlose Kontinuität. Die vertikalen Farbverläufe symbolisieren das Handwerkliche, Zufällige und Spontane. Die digital bedruckten Streifen der Paneele werden im Design des in der Zug-Schnitt-Technik gewobenen Teppichs aufgenommen. Die Streifen sind zufällig in den Räumen verteilt, gehen ineinander über und verbinden die Räume miteinander. Die Wandpaneele und Vorhänge wurden von Création Baumann produziert. Der Teppich stammt von TISCA TIARA und besteht aus Fasern, die aus Abfällen aus dem Meer reproduziert wurden.

 

Auf dem Gebiet der Bauphysik zeigt sich die Leistungsfähigkeit von textilen Werkstoffen: Mit dem Teppich, dem Vorhang und den Stoffbespannungen wurden sowohl eine Trittschalldämmung als auch akustische Massnahmen wie Lochdecken überflüssig.

 



Ihre Ansprechperson

Peter Flückiger

Direktor
T +41 44 289 79 79
peter.flueckiger@swisstextiles.ch


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